Allegra ABe 8/12 von Neule


Modell
Bilder / Allegra-Tuning

Neule Allegra
12.1.13: Seit Dezember werden die Allegras nach und nach fertiggestellt und ausgeliefert. Ich habe heute meinen Zug abgeholt und zur Probefahrt auf die Anlage gestellt.
Ich finde die Gesamtwirkung des Zuges hervorragend vorbildgerecht. Die aussenbündigen Fenster geben den Blick auf die handbemalten Sitze frei, selbstverständlich in 1. und 2. Klasse unterschiedlich. Meiner Meinung nach merkt man anderseits, dass er nicht in einem Guss entwickelt und gebaut werden konnte. Neben aufwändigen Einzelteilen wie Getriebe, Dächer, Frontpartien oder Faltenbälge konnten für andere Teile keine teuren Formen gebaut werden. So sind die Seitenwände mit Folie beklebte, flache Kunststoffplatten ohne Struktur.
Der Fahrdecoder von ZIMO sollte eigentlich optimal auf die HESGA-Getriebe mit Maxonmotoren abgestimmt sein. Bei den Probefahrten zeigt der Zug jedoch in den Steigungen ein grauenhaftes, pumpendes Fahrverhalten.
2.2.13: Der Abstand zwischen den Wagen wurde um 6 mm verkürzt und misst nun 51 mm.
16.2.13: Gegen das Flackern haben alle drei Wagen je einen Spannungspuffer von Massoth erhalten.
Das Flackern rührt auch daher, dass sich die Achsen innerhalb eines Drehgestells nicht gegeneinander verdrehen lassen. Dadurch haben zwei Räder oft keinen Gleiskontakt, sobald sich das Drehgestell, z.B. in Kurven, im Gleis verkantet.
Am Mittelwagen lässt sich die Wippe, die an den Drehgestellblenden an sich vorhanden ist, durch einen kleinen Umbau leicht aktivieren. Die Blenden des Endwagens sind mit zwei Schrauben unverrückbar befestigt. Da gibt es keine einfache Lösung.
21.3.13: Ich hatte in letzter Zeit Spass daran, ein paar kleine Verschönerungen anzubringen. So sind neben Trittblechen und Apparateschränken kürzlich Fahrpulte hinzugekommen, die man von aussen auch wirklich sieht. Natürlich gibt es immer noch Details, die man hinzufügen könnte. So fehlt der 2. Schienenräumer an den Drehgestellen, und die Räder des "Steuerwagens" sind zu klein. Sie müssten den selben Durchmesser von 36 mm haben wie der Triebwagen.
11.5.13: Nachdem in den vergangenen Monaten alles virtuose und langwierige Hantieren mit allen möglichen CV nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, habe ich zur Radikalmethode gegriffen. Ein zweiter, älterer Zimo-Decoder MX 69S mit Software-Version 14 ist für das Fahren zuständig, währenddem sich das edle Miststück MX 695KS, mit neuster Software notabene, nur noch um den Sound kümmern muss.
Das Pumpen ist nun völlig weg. Ziel erreicht!
6.9.13: Offenbar nimmt sich ZIMO des Problems mit den Maxon-Motoren an. Es soll in Kürze eine angepasste Software-Version geben.
22.9.13: Am Wochenende konnte ich mit der Versuchs-Softwareversion 33.13 ausgedehnte Testfahrten machen. Nach ein paar CV-Anpassungen fährt der Allegra nun absolut zufriedenstellend.
7.11.13: Zimo hat bis heute die Software nicht offiziell veröffentlicht. Die Versuchsversion 33.13 steuert die Maxon-Motoren des Allegras jedoch einwandfrei. Es sind laut Zimo bzw. Neule ein paar CV von Hand anzupassen. Dies muss man z.B. nach jedem Hard-Reset (CV 8 = 8) wieder tun.
Kommentare zu den CV-Änderungen:
Legende: CV xx = Standardwert V 33.13 --> Wert ist zu ändern auf ...: Kommentar

CV 3 = 12 --> 30: Der hohe Wert ist unverständlich, soll der geeignete Wert laut Betriebsanleitung doch vom Sound-Projekt vorgegeben sein. Mein Wert: 20
CV 4 = 10 --> 12: Den Zweck der kleinen Erhöhung kann ich nicht erkennen.
CV 5 = 252 --> 1: Der Maximalwert 252 und Wert 1 sollen laut Bedienungsanleitung das selbe bewirken. Warum man sich die Mühe machen soll, den Wert zu ändern, weiss ich nicht.
CV 9 = 0 --> 82: Um das Ruckeln in 70 ‰ Steigung noch weiter zu verringern, habe ich 91 gewählt.
CV 10 und 113 = 0 --> 255: Eine Massnahme, die schon früher ab und zu in meinen Versuchsfahrten vorkam. Ok.
CV 56 = 55 --> 191: Bei diesem Wert habe ich wegen Ruckeln die Zehnerstelle auf 2 geändert (mein Wert: 21).
CV 148 = 0 --> 60: Ein Wert in dieser Grössenordnung war auch bei meinen Versuchen richtig. Ok.
CV 2 = 0 --> 0: Die Anfahrspannung musste ich wegen Ruckelns auf Fahrstufe 1 in 70 ‰ Steigung bis auf Wert 5 erhöhen.
27.7.15: Kürzlich stellte Zimo die Version 34.0 zum Herunterladen zur Verfügung. Mir scheint, dass Anfahren und Anhalten in starker Steigung nochmals einen Tick besser geworden sind gegenüber der Spezialversion 33.13.
Mit der Version 34.0 kommt es jedoch häufig zu spontanen Totalabschaltungen des Decoders, die nur mit einem Decoder-Neustart zu beheben sind. Für den Neule-Allegra steht also wie bisher einzig die Version 33.13 zur Verfügung.
30.10.2015: knobelmodell.ch entwickelt seit Jahren eine ausgeklügelte automatische Kupplung. Leider ist sie offiziell noch nicht lieferbar. Eine Schwierigkeit sei noch die rationelle Serienmontage sowie ein kleines mechanisches Problem, das mich im praktischen Freilandbetrieb jedoch nicht stört.
Für meinen Neule-Allegra konnte ich vier Kupplungen bekommen. Sie bieten entscheidende Vorteile. Die Fummelei mit dem Bolzen beim Kuppeln und Entkuppeln entfällt und die Faltenbälge können an den Wagen bleiben. Die Kupplung hat kein Längsspiel, sodass die Wagenabstände gezogen und geschoben immer gleich eng sind. Für R3-Bögen müssen sie 51 mm oder mehr betragen. Ich konnte die Abstände nicht, wie erhofft, nochmals ein wenig verkürzen (vgl. 2.2.13). Weitere Beschreibung in der Bildstrecke unten.
25.4.16: Auch in der Firmware-Version 35.17 vom März 2016 haben die Zimo-Techniker das Problem der spontanen Abschaltungen nicht behoben. (Vgl. 27.7.15).
7.6.17: Mit der Firmware-Version 36.8 vom 15.11.2016 gibt es keine Decoderabschaltungen mehr. Man kann das Update machen oder auch nicht. In Bezug auf die Fahreigenschaften ist der Unterschied gering (vgl. 27.7.15).
Siehe auch weitere Aktualisierung

Textredaktion: 7.6.17


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12.1.13: Neules Allegra 3501 in seiner ganzen Länge. Ich habe, inkl. Holzkiste, 24 kg nach Hause geschleppt. Die Kiste allein wiegt 11 kg.
12.1.13: Türbereich. Sauber mit Folie beklebte Seitenwand. Sie ist dadurch allerdings völlig unstrukturiert.
16.1.13: Ein Winterbild mit modellbahngerechter Schneehöhe
26.1.13: Der stehende Blechstreifen ist, nicht ganz vorbildgerecht, am Lokkasten festgeklebt, während der Tritt selber am Schienenräumer befestigt ist.
3.8.13: Die fehlenden Trittbleche auf dem Schienenräumer wurden aus einem Riffelblech hergestellt
26.1.13: Der Tritt auf der andern Seite ist etwas länger.
17.2.13: Der Führerstand wirkte zu geräumig. Deshalb sind zwei neue Apparatekästen hinzu gekommen.
17.2.13: Für den massstäblichen Allegra muss eine breite Fahrspur freigeräumt werden.
Die Frontbeleuchtung blendet geradezu.
17.3.13: Der Führertisch ist bei Stadler Triebzügen von aussen hinter den Scheiben gut sichtbar. Das musste ich mit einem einfachen Aufsatz nachbilden. Leider sind die von Neule aufgeklebten Armaturen nun darunter "begraben".
22.4.13: Durch den Einbau von 9.1 kΩ-Widerständen wurde die Frontbeleuchtung ein wenig gedimmt.
23.6.13: Drehgestell des Endwagens im Ursprungszustand mit Radsätzen 31 mm
23.6.13: Neue, grössere Laufräder 34 mm, neue Montageplatte 0.5 statt 2.0 mm und gesteckte Kabelanschlüsse.
23.6.13: Triebrad 36 mm des HESGA-Antriebs
23.6.13: Laufrad 31 mm von Steiner/Neule am Mittelwagen
23.6.13: Neues, grösseres Laufrad 34 mm von Magnus am unmotorisierten Triebwagen.
Sieht man den Grössenunterschied? Ok, ich auch nicht. Aber gut zu wissen, dass der Raddurchmesser nun etwas näher am Vorbild liegt.
7.8.13: Die hinteren Schienenräumer wurden aus sechs aufeinander geklebten 2 mm-Polystyrolplatten hergestellt. Dazu kann eine Schablone zum Durchstechen heruntergeladen werden (Link). Auf dem Räumer ist ein Deckel nachgebildet (Sandkastendeckel?)
7.8.13: Am Laufdrehgestell wird der Räumer mit zwei Messingwinkeln festgeschraubt. Vier zusätzliche M3-Gewinde im Drehgestellblock sind notwendig.
7.8.13: Am Triebgestell können direkt zwei vorhandene M3-Gewinde verwendet werden. Auf den weissen Distanzhalter kann verzichtet werden, wenn der Ausschnitt weniger tief gesägt wird, in meinem Fall 10 statt 12 mm.
18.8.13: An den Endwagen sind einfache Unterflurkästen entstanden.
18.8.13: Nach meinen Fotos sind die Kästen durchgehend.
14.8.13: So sehen die Kästen beim Original aus. Man muss sich fast flach auf das Perron legen, um sie sehen und fotografieren zu können.
6.9.13: Die Leitungen zwischen den Wagenenden lassen sich mit Magneten sehr leicht anclipsen.
6.9.13: Die dünnen, hochflexiblen Kabel sind mit Zweikomponentenkleber am Magneten festgeklebt.
6.9.13: Dank hochflexibler Litzen schafft der Allegra gerade so die Einfahrt in einen R3-Bogen und durchfährt die S-Kurve einer R3-Weiche. Bei einem Wagenabstand von 51 mm müssen die Kabelstränge mindestens 11 cm lang sein.
30.10.15: Eine automatische Kupplung mit vielen Vorteilen gegenüber der Original-Bolzenkupplung
Wagen auf die Schienen stellen, zusammenschieben. Auch in Kurven möglich. Die Faltenbälge können beim Kuppeln und trennen dran bleiben.
Die Kupplungen haben kein Längsspiel (Bolzenkupplung 3 mm). Das verringert die Gefahr, dass die Leitungs-Attrappen in den S-Kurven abscheren, wenn der Zug gestreckt verkehrt.
Kupplungen von unten. Zum Entkuppeln eines der runden Scheibchen leicht anheben und Wagen auseinanderziehen.
Der Wagenabstand muss für R3-Bögen mindestens 51 mm betragen.
Die Kupplung wurde in langer Arbeit entwickelt. Der Hersteller ist mit einem mechanischen Detail noch nicht ganz zufrieden.
Nachteil des Produkts: Die Kupplung ist offiziell noch nicht lieferbar.

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Allegra-Tuning


Im Laufe des ersten Jahres habe ich viele kleine Änderungen an meinem Neule-Allegra verwirklicht, in den meisten Fällen aus Freude am Basteln und nicht um Fehler am Modell zu beheben.
Einige kleinere Korrekturen, wie z.B. Änderungen an der Verkabelung, hängende Bahnräumer plan schleifen, unsauber verklebte Frontscheibe neu einsetzen, sind hier nicht dokumentiert.

Ein paar Änderungswünsche habe ich bis jetzt nicht verwirklichen können, weil Ideen fehlen oder die Umsetzung zu aufwändig bzw. unmöglich ist.
- Am "Steuerwagen" habe ich bereits grössere 34 mm-Radsätze eingebaut. Am liebsten hätte ich dort jedoch, entsprechend dem Triebwagen, leere Hesga-Getriebekästen ohne Getriebe und Motoren mit 36 mm-Radsätzen.
- Das Anhängen von Zusatzwagen ist wegen der beiden Bahnräumer leider nur sehr umständlich möglich und daher praktisch ausgeschlossen.
- Der Einbau von beleuchteten Massoth-Zuglaufdisplays an den Seitenwänden ist am fertigen Zug kaum mehr möglich, ohne bleibende Schäden anzurichten.
- Für das Umschalten der Rücklichter von 1 x weiss auf 2 x rot fehlt mir noch eine Umsetzungsidee.


Als erstes entstanden aus Riffelblech die Trittbleche auf dem Bahnräumer und das Schutzblech unter der Führerstandtüre.
Fahrgäste sind schon fast Pflicht in diesem Modell. Platz ist genügend vorhanden.
Auch der motorlose Triebwagen müsste 36 mm-Räder haben. Als Kompromiss erhielt er neu 34 statt 31 mm grosse Radsätze. Nur der Mittelwagen hat kleinere Räder.
Ich hätte mir gewünscht, Neule hätte die Radsätze des Triebwagens auch am "Steuerwagen" als Laufachsen verwendet.
Der zweite Bahnräumer mit den aufgesetzten Sandkastendeckeln ist beim Original so auffällig, dass er beim Modell einfach dazugehört.
Je zwei Unterflurkästen unter den Triebwagen unterbrechen die flache Optik der Unterseite.
Die insgesamt elf Kabelstränge aus hochflexiblen Litzen können mit starken Magneten angeklipst werden. Die unterste, überflüssige Abdeckung wurde entfernt.
Auf dem Dach wurden im Lauf der Zeit mehrere kleine Details hinzugefügt: Das zweite, fehlende "Milchkesseli", rechts im Bild, wurde aus ineinandergesteckten Alu- und Messingrohren dem vorhandenen nachgebaut. Weiter folgten die geschlossenen Lüftungskästen und die gelben Tritte. Links ist die neue Trittstufe aus Riffelblech zu sehen.
Am andern Wagenende wurden ebenfalls geschlossene Lüftungskästen eingebaut. Ein Tritt aus Riffelblech musste auch hier sein, ebenso die blassgelbe "Butterdose" in der Bildmitte. Der braune Isolator wurde wegen der Kästen ein wenig versetzt.
Mit der Schraube in Bildmitte wird das Dach zusätzlich fixiert, weil es sich in der Sommerhitze nach oben wölbte.
Mit grauer Farbe wurde die sehr einfache Gestaltung der Dachaufbauten etwas kaschiert. In diesem Bereich gibt es beim Original keine durchgehende Abdeckung. Hier stehen hochkant vier graue "Filter" auf dem Dachgrund.
Für den Mittelwagen wurde bis jetzt einzig die "Aluminiumbüchse" hergestellt, ebenfalls aus ineinandergesteckten Rohren.
Die stirnseitige Fahrzielanzeige konnte auf einfache Weise mit einer einzigen LED beleuchtet werden.
Das Fahrpult ragt beim Allegra deutlich in die Frontscheibe. Das wurde mit einem abnehmbaren Aufsatz nachgebildet. Leider sind damit auch die aufgeklebten Bedienelemente überdeckt.
Hinter dem Sessel zwei Apparateschränke.
Die unnötigste Tuning-Massnahme überhaupt, einfach, weil ich gerade selbstklebende Metallfolie in genau der richtigen Breite hatte: Andeutung der Glasschiebetüren an den Wagenübergängen.
Im Original vermutlich eine ausklappbare Leiter hier als jüngstes Accessoire.
Im Apparateraum seien erwähnt: Grösserer Lautsprecher und der Decoder, beide angeschraubt statt geklebt, Spannungspuffer von Massoth gegen Lichtflackern.

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Letzte Aktualisierung: 7.6.2017