Digitalsteuerung


Schweizer Lokbeleuchtung / Ladestrombegrenzung für alte Wagenbeleuchtung
Decoderversionen / Decodereinbau / Decodereinbau in ältere Loks / Paralleldaten-Updates


Nichts für Profis

Die elektrischen Basteleien auf dieser Seite können mit einem Lötkolben und einigen elektronischen Bauteilen durchgeführt werden. Ich verfüge über keinerlei Fachwissen, sodass Profis bestimmt komfortablere Lösungen finden werden.
Die Beiträge zu den Komponenten des LGB-Mehrzugsystems werden nicht mehr aktualisiert, weil ich inzwischen auf das DiMAX-System von Massoth umgestiegen bin.


Ladestrombegrenzung für alte Wagenbeleuchtung
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Download pdf Schweizer Triebfahrzeugbeleuchtung an einer LGB Ge 4/4 II ohne Decoderschnittstelle
Beleuchtung 3/1 im fahrtrichtungsabhängigen Wechsel (Lichttaste für Ein / Aus).
Beleuchtung vorne und hinten separat schaltbar (F1 bzw. F2)
Rotes Schlusslicht vorne und hinten (F3 bzw. F4)
Verwendete Elektronik:
Lokdecoder (z.B. LGB 55021)
2 Zusatzfunktionsplatinen 55040
Legende: V, H = Licht vorne, hinten
Kv, Kh = Konstantes Licht vorne, hinten
Kvr, Khr = Schlusslicht vorne, hinten
rote Kabel = + Pole
schwarze Kabel = - Pole
blaue Kabel = - Pole, konstantes Licht

Die konstant leuchtenden Lampen, jeweils in Fahrtrichtung hinten rechts, werden mit einer Diodenweiche realisiert.

Konkret: Alle Lampen, die mit der Lichttaste geschaltet werden, ansonsten aber konstant leuchten sollen (Innenbeleuchtung, Schweizer Lokbeleuchtung hinten rechts), werden über zwei Dioden an beide Lichtanschlüsse (-) angeschlossen. Die Silberringe der Dioden zeigen gegen den Decoder.

Beim eMOTION XL von Massoth entfällt die separate Weiche. Sie ist in den Decoder integriert. Das einzelne blaue Kabel am "Herzstück" der Weiche wird, statt über eine Diodenweiche, auf den Anschluss "Licht innen" geführt.
Download pdf Mit dem Funktionsdecoder XL von M. Manhart (www.beathis.ch) sieht das Verdrahtungsschema einfacher aus.
Lichtsteuerung durch vordefinierten Funktionssatz CV40 = 2:
Beleuchtung 3/1 im fahrtrichtungsabhängigen Wechsel (Lichttaste für Ein / Aus)
Beleuchtung vorne und hinten separat schaltbar (F10 bzw. F11)
Rotes Schlusslicht vorne oder hinten, fahrtrichtungsabhängig (F12)

Vgl. Foto

Der Fahrdecoder und der Funktionsdecoder müssen separat programmiert werden. Der Einbau von Schaltern wäre deshalb nützlich. Die ersten Versionen des Fahrdecoders eMotion XL von Massoth können nicht auf dem Fahrgleis programmiert werden (POM).


Schweizer Lokbeleuchtung
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5V-Beleuchtungsplatine in RhB-Personenwagen
Die ältere Ausführung der Platine mit langem Kühlblech wurde von LGB bis längstens 1998 in den Boden der beleuchteten RhB-Wagen eingebaut. Der Kondensator verringert einerseits das Flackern der Beleuchtung, kann aber anderseits die Signalübertragung bei Digitalbetrieb stören. Deshalb wurde an den Plus-Pol des Kondensators eine Diode und ein Widerstand gemäss nebenstehenden Abbildungen als Ladestrombegrenzung angeschlossen.

Inzwischen sind alle meine RhB-Wagen mit der neueren Platine und 4 Kugellagerachsen ausgerüstet, was Kontaktprobleme als auch das Verzundern der Radlaufflächen praktisch verhindert. Eine neuere, verbesserte Platine kostete 2002 bei Lehmann 28.54 €.
Eine weitere, aber teurere Alternative ist der Funktionsdecoder von M. Manhart.

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Decoderversionen
LGB 55020, 55021, OnBoard, Massoth eMotion XL (aktuell ca. 1998 - 2008)

Erfahrung: Bei zweimotorigen Loks mit zwei lastgeregelten LGB Lokdecodern 55021 wird der eine Fahrmotor deutlich heisser, nach etwa einer Stunde ist er siedend heiss.
Guido Weckwerth schreibt dazu am 19.7.05:
"Der Motor, der schneller läuft (aus Fertigungstoleranzen oder warum auch immer) wird gebremst, weil die Lok nicht so schnell fährt. Deshalb regelt der Decoder nach und gibt dem Motor mehr "Dampf". Das beschleunigt die Lok nicht, denn die zusätzliche Kraft des schnelleren Motors wird durch den langsameren Motor gebremst, der ja nicht so schnell drehen will. Dadurch wird es noch schwerer für den schnelleren Motor, der kriegt noch mehr "Dampf", etc. Meiner Meinung nach ist die Lösung, zwei Motoren mit zwei Decodern zu betreiben ohnehin ein regelungstechnischer Unsinn, da man damit versucht, ein Gesamtsystem mit zwei Regelkreisen zu regeln. Das kann nicht funktionieren."

LGB-Decoder 55020 Versionen 2 / 3 und Version ME-1.1
Die Version ME-1.1 besitzt vielfältigere Programmiermöglichkeiten. Die Wertebereiche der Register (CV) 2 bis 5 sind jedoch verschieden. Um ähnliche Fahreigenschaften zu programmieren, sind langwierige Vergleichsfahrten nötig.
Die Decoder fallen durch einen tiefen Brummton auf, hervorgerufen durch die niedrige Motorfrequenz.



V 2.2 / 2.3

LGB-Decoder 55021 Version ME-2.0
Version 2.2.* und 2.3. unterscheiden sich lediglich durch eine Art Datum auf dem ansonsten identischen Platinenlayout. Version 2.2.: 1202, Version 2.3.: 1702.
Im Handel ab April 2002. Der Decoder 55021 besitzt Lastregelung. Der tiefe Brummton der Vorgängerversionen ist einem leiseren Summton gewichen. Ein einzelner Decoder ist für 1.5 A ausgelegt. Die grundlegenden Programmiermöglichkeiten entsprechen weit gehend der Vorgängerversion 1.1 (Anzahl Fahrstufen, Spannung für Licht und F1 usw.).

* Die Fahreigenschaften der V 2.2. sind im Analogbetrieb ungenügend (ruckweise Fahrt)! Als Fahrdecoder empfehle ich, Decoder ab V 2.3 zu verwenden.



V 2.4 / 2.5
Version 2.4. und 2.5. lassen sich vom Platinenlayout her nicht unterscheiden, geätztes "Datum" ist bei beiden 0203. Die Unterschiede zu den Versionen 2.2./2.3. sind auf den Fotos erkennbar (Oberseite: Weniger Löcher im Bereich der Versionsnummer; Unterseite: Weniger Kupfer weggeäzt).
Decoder mit Paralleldaten-Update erhalten die Versionsnummer 2.8 (März 2005).
Der Decoder schaltet nach wie vor nur eine einzige Zusatzfunktion (F1).
Es gibt allerdings noch eine zweite, undokumentierte Funktion*. Bild: Ausführungsbeispiel

* Programmierung: CV56 Spannungswert, wie CV49, und CV57 Tastenbelegung, wie CV51.
Mögliche Werte für Decoder V 2.8 (mit Paralleldatenupdate): 0 - 8, 10 - 16, 64, 65, 128, 129 gemäss LGB-Anleitung zu "55021 MZS Decoder mit Lastausgleich" S.29. Alle Schaltbefehle werden bei V 2.8 parallel gesendet.


V 1.5

Massoth-Decoder eMotion L
Gleicher Aufbau wie der LGB 55021. Bessere Fahreigenschaften, mehr Funktionen.
Ich habe ihn in die Schienenreinigungslok eingebaut, um ihn ohne den Programmierschalter mit einem Spannungspuffer ausrüsten zu können.

Anmerkung zum Spannungspuffer: Er findet im langen Vorbau, über den Reinigungsrädern Platz. Das 3-polige Kabel muss verlängert werden. Die rote und die schwarze Ader können auf der Unterseite der Hauptplatine an die Steckhülsen D+ bzw. D- gelötet werden. Die weisse Ader wird an F5 des aufgesteckten Decoders gelötet. Der Spannungspuffer überbrückt Stromunterbrüche des Fahrmotors, nicht aber des Reinigungsmotors. Keine Ahnung, warum das so ist.

LGB-Zentraldecoder (Decoder On Board)
Dieser Decoder schaltet bei 3 A ab, besitzt also die gleiche Leistung wie zwei 5502X.

6.11.07: Auf der LGB Hompage gab es für beide OnBoard-Decoder gemeinsam eine CV-Beschreibung mit einem kleinen Belegungsplan. Ersatzweise jetzt hier

17.1.03: Pinbelegungsplan für den grossen Decoder (© Massoth Elektronik GmbH). 16.5.09: Pinbelegung Sound korrigiert
LGB-Zentraldecoder
Kleines 1.5 A-Modell für einmotorige Loks
Im Juli 2004 habe ich bereits die Version 3.0 entdeckt, die beim Auslesen mit der MZS-Software (V 5.00.0006) noch Probleme hat.

6.11.07: Auf der LGB Hompage gab es für beide OnBoard-Decoder gemeinsam eine CV-Beschreibung mit einem kleinen Belegungsplan. Ersatzweise jetzt hier

14.8.03: Pinbelegungsplan für den kleinen Decoder (© Massoth Elektronik GmbH)

V 1.1
Massoth eMOTION XL
3 A-Lokdecoder
Der Decoder kann ab Version 1.1 z.B. entsprechend angepasste Zusatzfunktionsplatinen 55040 und die Pantographensteuerung meiner Ge 4/4 III 641 mit Schnittstellenkabel parallel ansprechen. Dazu muss in CV49 der Wert 8 addiert werden, wobei in Bit 0 der Wert 1 (serielle und parallele Funktionsauswertung) gesetzt sein muss. Richtig ist also für CV49 meist Wert 11.
Die Fahreigenschaften mit Lastregelung werden in den CV60 - 62 beeinflusst. Ich habe die Lastregelung noch etwas träger gemacht (CV61 von 60 auf 150 erhöht), um das gelegentliche Ruckeln zu vermindern, was besonders bei langen Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten (CV3 / 4) empfehlenswert sein kann.

Seit April 2006 ist der Decoder POM-fähig. Zum Programmieren kann ausserdem die PC-Software von Massoth zusammen mit dem PC-Modul von Massoth oder LGB verwendet werden.

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Decodereinbau
Der Einbau eines LGB-Decoders hängt davon ab, wie die Lok vorbereitet ist.

Loks bis ca. Baujahr 1995: Diese haben im Getriebekasten nur 3 Stifte für die Stromführung. Für das Digitalisieren muss ein 4. Stift eingefügt werden. Zudem muss die Beleuchtung neu verkabelt werden. Mit Decodern ab Version ME 1.1 können bei entsprechender Programmierung die 5V-Birnen belassen werden, mit älteren Decodern (LGB/Lenz V 2 / 3) müssen sie gegen 24 V-Typen ausgetauscht werden. Die 5V-Platine, an der z.B. der Sound oder bei der Ge 4/4 II die Pantographen hängen, kann man via Decoder mit Strom versorgen, nicht aber mit dem Handsteuergerät die dortigen Funktionen schalten. Sind keine Funktionen verfügbar, wird die Platine überflüssig und kann entfernt werden. (Getriebekasten ohne Kennzeichnung)
Loks bis ca. Baujahr 1997: Gleich wie oben, jedoch bereits mit 4 eingebauten Stiften (Getriebekasten mit "D" gekennzeichnet).
Loks ab ca. Baujahr 1998: Diese Loks haben eine Decoderschnittstelle für ein LGB-Schnittstellenkabel 55026. Für die Anschlusskabel von zwei Fahrdecodern (z.B. LGB 55021) sind zudem auf der Hauptplatine Stifte vorhanden. Mit dem Schnittstellenkabel ist gleich alles angeschlossen, was an Funktionen und Beleuchtung im Fahrzeug eingebaut ist (Kennzeichen: Signet mit 5 weissen Punkten auf schwarzem Grund).
Loks ab ca. Baujahr 2000: Diese Loks sind gekennzeichnet mit "DIRECT DECODER". Hier entfällt das Schnittstellenkabel, die Anschlusskabel des Decoders können abgeschnitten werden. Er wird am vorgesehenen Platz direkt auf die Elektronikplatine gesteckt. Funktionen wie oben.
Loks ab ca. Baujahr 2002: Bei diesen Loks bilden Decoder und Elektronikplatine eine Einheit. Bezeichnung: "ANALOG + DIGITAL" oder Decoder on board. Auch im Analog-Betrieb sind einige "digitale" Funktionen, wie Anfahr-, Bremsverzögerung oder Lastregelung nutzbar.

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Vorbereitung zum Einbau eines Decoders in eine LGB-Lok bis Baujahr 1995, Beispiel: Ge 4/4 II 615 Klosters
Diese Lok besitzt im Getriebeblock nur drei statt vier Kontaktstifte, wobei einer vom Gleis direkt zum Motor führt. Neu führen beide Gleisanschlüsse zum Decoder und erst von dort wieder zum Motor.
Hier wird gezeigt, wie die äussere Kontaktbrücke gegen die Mitte hin verschoben wurde (links original, rechts umgebaut).

-> Neuer Führungsstift für die Kontaktbrücke
1 Nichts verändert, kein Kontakt zu Stromabnehmerkohle und Gleis
2 Nichts verändert, Stromabnahme ab Gleis
3 Neues Loch 1.3 mm und kurze Nut, sodass der abgewinkelte neue Stift Kontakt zur Stromabnehmerkohle bekommt. Ein neuer 1.3 mm dicker Stift kann als Ersatzteil bei LGB, D-Nürnberg bestellt werden (Best.-Nr. 23430-1, Teil-Nr. 96, ca. CHF 0.25, € 0.15). Alternativ kann auch ein 1.5 mm Messingdraht aus der Bastelkiste verwendet werden.
4 Früher Stromabnahme, neu darf der Stift die Stromabnehmerkohle nicht mehr berühren (kürzen und mit Schrumpfschlauch isolieren), d.h. kein Kontakt zu Stromabnehmerkohle und Gleis.

Linkes Bild: Die neuen Andruckstifte aus Messingdraht für die Kontaktbrücke sind in die Kunststoffplatte geklebt. (Versetzen der Brücke ist nicht bei allen Loktypen nötig.)
Als Ersatzteil kostet ein neuer Getriebeboden bei LGB, D-Nürnberg CHF 5, € 3(Best.-Nr. 23430-1, Teil-Nr. 99).
Rechtes Bild: Der Pfeil zeigt auf die Stelle wo ein neues Loch in die obere Abdeckung gebohrt wurde (1.3 mm).

Linkes Bild: Alle vier Stifte; Nr. 3 ist der neue Stift. Kabelfarben des LGB-Decoders: 1 = grün, 2 = braun, 3 = weiss, 4 = gelb)
Rechtes Bild: Dieselbe Ansicht ohne Abdeckung. Stift Nr. 3 ist neu.

Ansicht nach dem Zusammenbau des Getriebes
Bild: Kabelfarben am Motorblock
August 2006: Modernisierung der Lichtsteuerung:
Ersatz der beiden Fahrdecoder LGB 55021 durch einen eMotion XL von Massoth
Ersatz der Zusatzfunktionsplatinen 55040 durch einen Funktionsdecoder XL* von Manhart.
Der Funktionsdecoder kann mit einem Schalter im Führerstand vom Gleisstrom getrennt werden, um den Fahrdecoder ohne Aufschrauben des Gehäuses programmieren zu können.
Ersatz der LGB-Pantographensteuerung durch einen Print von Digitoys**, der sich mit Hilfe einer leicht verständlichen Anleitung problemlos einbauen und mit zwei Funktionstasten schalten lässt.

* Mit dem zuvor eingebauten kleinen Funktionsdecoder S funktionierte die Beleuchtungsumschaltung unzuverlässig, oft auch gar nicht. Der Grund ist die starke Dimmung der Ausgänge auf weniger als 5 V.
** In Deutschland gibt es von Dietz die Steuerelektronik DPS 82 mit dem selben Zweck.

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Paralleldaten-Updates für Loks (älter als 2002) und Steuergeräte (älter als 2003)

Dieser Service wird von Massoth seit 2014 nicht mehr angeboten.


Für diejenigen, die noch alte LGB-Decoder mit einem kleinen "P"-Aufkleber im Einsatz haben, bleiben vielleicht die folgenden Hinweise noch nützlich. Der Rest dieses Abschnitts wurde gelöscht.

Im Lokdecoder 55021 muss die CV51 auf Wert 33 programmiert sein.

Der eMOTION XL von Massoth ist ab Version 1.1 paralleldatenfähig. Dazu muss in CV49 der Wert 8 addiert werden, wobei in Bit 0 der Wert 1 (nur parallele Funktionsauswertung) gesetzt sein muss. Richtig für eine lastgeregelte Lok ist also Wert 11.

13.1.14


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Aktualisierung: 9.4.2015