RhB Keilpflug X 9103

Fahrzeug-Tuning / Modell

Baugeschichte eines funktionstüchtigen Schneepflugs für die LGB Gartenbahn


6.10.2009: X 9103, Samedan

18.11.00
Material:
Ein LGB-Wagen 31130 (Dach und Kasten), ausgewählt aufgrund des Dachquerschnitts
LGB Toy-Train-Wagen (Chassis)
Aluminium- und Messingbleche für den Wagenkasten
Messingwinkel und -flachband für Verbindungen
Metallschrauben mit Muttern M2 und M3
LGB Ersatzteile (vgl. Text)
18.11.00
Eine erste Machbarkeitsstudie der Pflugschar aus Karton. Pro Hälfte ist sie mit einer Biegung nach aussen und einer kleinen Gegenbiegung an den Enden annähernd zu realisieren.
Die Pläne sind dem vorhandenen Baumaterial angepasst.
Detailfotos sind ein wichtiges Hilfsmittel.
19.11.00
Das Dach ist zurechtgesägt und hat seine neue Form erhalten.
Die angeschrägten Ecken sind mit Zweikomponenten-Kitt nachmodelliert.
22.11.00
Die Kabine ist aus 0.8 mm-Aluminiumblechen verklebt (Loctite 496) und verschraubt (M 2, Senkkopf). Die Bleche wurden mit der Laubsäge ausgesägt, anschliessend mit Feilen und Schleifpapier bearbeitet.
24.11.00
Die Pflugschar als Kartonmuster, hier noch mit Kanten statt der originalen Rundungen. Erst wenn sich das Muster einigermassen spannungsfrei ankleben lässt, kann man sich ans Messingblech wagen.
26.11.00:
Den Messingpflug einzupassen war ein rechtes Stück Arbeit! Die Abwicklung aus Papier wurde zweimal auf ein 0.5 mm-Messingblech übertragen und mit der Laubsäge ausgesägt. Die beiden Bleche wurden im Schraubstock um ein Rundholz nach aussen gebogen, die vordere Kante passgenau geschliffen und an der Spitze verschraubt. Nun folgte die Anpassung an den Wagenkasten. Die Passgenauigkeit war zuletzt zufriedenstellend. Das Problem waren die zurückzubiegenden Ecken (hier in Bildmitte grau verkittet).
28.11.00
Der Messingboden ist mit dem Fahrgestell verschraubt. Verstrebungen waren an einigen Stellen nötig, weil der nicht ganz passgenaue Pflug das Gehäuse verzog.
2.12.00
Das Fahrgestell stammt von einem LGB Toy-Train-Wagen. Das vordere Lager wurde aus Aluminium hergestellt und fest mit dem Boden verschraubt. Der orange Wagenboden wurde aus dem Aufbau des ursprünglichen LGB-Wagens zurechtgesägt. Mit einem Reststück seiner Seitenwände ist er mit dem Schneepflug-Gehäuse fest verklebt (vgl. auch nächstes Foto).
An den unteren Seitenkanten wurden Messingwinkel zur Verstärkung angeschraubt.
3.12.00
Details anbringen:
Hier die Rückseite mit den Griffstangen aus 1.5 mm Messingdraht und den Trittstufen aus LGB Kabelhaltern 10710, angeschraubt
5.12.00
Hier ist der Schnappmechanismus des Dachs sichtbar, mit dem (angeschraubten) Schnapper aus der Seitenwand eines ehemaligen Hochbordwagens und dem kleinen orangen Gegenstück, das an der Seitenwand klebt. Weiter ist die Innenbeleuchtung sichtbar.
Die falsche Gehäusefarbe trug der Xk nur einen einzigen Tag.
8.12.00
Der fertige Pflug mit den letzten Details wie Dachlüfter, Luftschlauch, Scheibenwischer (nicht sichtbar) aber noch fehlender Beschriftung
Leergewicht: 1.250 kg, mit zusätzlichen Bleigewichten: 3 kg
22.12.00
Die Beschriftung wurde in einem Zeichnungsprogramm entworfen, mit Acrobat Distiller in eine gute pdf-Datei umgewandelt und per E-Mail an die Firma Fertig-Modellbahnen in Deutschland gesandt, die daraus umgehend eine Beschriftung in weisser Farbe auf transparenter Selbstklebefolie herstellte. Auf dem Fahrzeug wurde die glänzende Folie mit einem Mattlack (Revell) überstrichen.
Beschriftungskosten inkl. Spesen CHF 68.-.
3.2.01
Der Unterboden liegt nach ein paar Korrekturen, dem Original entsprechend, 3 mm über Schienenoberkante.
25.8.01
Schliesslich wurde ein Funktionsdecoder (LGB 55034) eingebaut, spritzwassergeschützt in ein Stecknadeldöschen verpackt. Damit lässt sich im Digitalbetrieb die Beleuchtung schalten.
11.11.06
Zusätzliche Massnahmen gegen eindringenden Schnee:
Der Unterboden hat nun nur noch für die Räder schmale Aussparungen.
11.11.06
Die Rückwand wurde geschlossen. Der Kupplungshaken musste deswegen entfallen, und der hintere Radsatz ist nicht mehr drehbar.
Der Pflug ist 114 mm breit, also LGB-typisch zu schmal. Heute würde ich die Originalbreite von gut 120 mm wählen.

4.2.15
Einbau einer roten und einer grünen Lampe. Sie lassen sich einzeln schalten.
Im Bahnforum wird spekuliert, dass damit 'langsamer, evtl. anhalten' (rot), 'Geschwindigkeit halten' (rot + grün), 'schneller' (grün) an das Schiebefahrzeug signalisiert werden konnte.

4.2.15
Im Innern sieht es inzwischen weniger aufgeräumt aus. Ein alter Fahrdecoder (LGB 55021) dient als Funktionsdecoder, Gewichte sind hinzugekommen. Hinten rechts ein Spannungspuffer, der das Flackern der Beleuchtung verhindert.

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Letzte Aktualisierung: 4.2.2015